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Best of Bocki #3 – Surprise, surprise

25. November 2017



Es gibt ja Menschen, die lieben Überraschungen: Surprise, surprise! Ich gehöre nicht dazu. Viel eher mag ich es, wenn ich Dinge einigermaßen vorhersehen kann und weiß, was mich erwartet. In der letzten Woche gab es gleich vier Überraschungen, die mich nahe an den Rand der Verzweiflung getrieben haben. Ich erzähle euch was los war.

Zuerst stand Ende letzter Woche mein Besuch bei Coach Faris in München auf dem Programm: Es ging um Saisonplanung, Krafttraining und zum Abschluss des Tages war ein gemeinsamer Lauf im Olympiapark geplant. In puncto Krafttraining haben wir schier unendliches Potenzial entdeckt und festgestellt, dass das was ich bisher im Fitnessstudio getrieben habe gar nicht so ganz viel mit Krafttraining im eigentlichen Sinne zu tun hatte. Insgesamt verbuche ich den Nachmittag also als Erfolg, denn es gibt definitiv jede Menge aufzuholen. Überraschung eins.

Ganz so toll sollte es aber nicht weitergehen, denn Überraschung zwei ließ nicht lange auf sich warten. Beim Lauf durch den Olympiapark grummelte mein Magen schon bedenklich und meine Konzentration galt mehr dem sich anbahnenden Problem, als dem eigentlich geplanten Tempolauf: Alarm im Darm! Im Laufe der nächsten Tage wurde es zwar nicht dramatisch schlimmer, trotzdem musste ich mich mit einem Magen-Darm-Virus herumschlagen. Gerade als es besser wurde, stand Überraschung drei bereits in den Startlöchern.

Laufpäuschen

Die Wade meldete sich bei einer Einheit auf dem Laufband und wollte fortan erstmal keine Ruhe mehr geben. Blackroll, Stretching und Physio zum Trotz blieb das leise Stechen im Muskel und daher heißt Überraschung drei: Laufpäuschen. Ein paar Tage kein Laufen – es könnte schlimmer sein. Mit Kraftübungen, Radtraining auf der Rolle und Schwimmen wird mir auch so nicht langweilig. Apropros Schwimmen, hier gab es Überraschung vier.

Ich hatte anfangs meine Mühe die folgende Info ernst zu nehmen: „Du musst jetzt einen 200-Meter-Test schwimmen.“ Denn sie kam NACH 8×100 Metern im Tempowechsel zwischen 1:15 und 1:09 Minuten und einem Satz mit 3×200 Metern in gesteigertem Tempo mit Paddels. Eigentlich hätte das Training hier zu Ende sein sollen.

Aber was soll ich sagen? Auf Ungläubigkeit folgte Vorfreude. Ich habe wirklich Spaß an solchen Sachen, die im Trainingsalltag das Prädikat „ungewöhnlich“ verdienen.

Mit gleichermaßen schweren Armen und schwerer Motivation nahm ich die 200 Meter in Angriff. Die Uhr stoppte nach 2:18 Minuten und angestrengt schnaufend hing ich am Beckenrand. Vielleicht – aber auch wirklich nur vielleicht – sind Überraschungen ja doch gar nicht so schlecht.

Das war außerdem noch los: Dienstagabend waren Jan und ich in München und haben einen lässigen Abend im Rahmen der Zwift x Wahoo Tour verbracht. Wir haben ausführlich in Text, Bild und Ton berichtet – schaut es auch gerne nochmal an.