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RECOVERY DIARY #5 | Akte Bocki: Wenn Geduld keine Tugend ist

Ich habe sicherlich einige Schwächen, eine der größten ist auf jeden Fall meine Ungeduld. Mittlerweile sind sechs Wochen vergangen seitdem ich mir das Radiusköpfchen des rechten Arms gebrochen habe. Zwar hat sich mittlerweile schon viel getan, an Triathlon ist aber noch immer nicht zu denken. Ein Update.

Niclas Bock Ehrlich währt am längsten

Vier Wochen lang war mein Arm komplett ruhig gestellt. Erst mit Gips, später mit Schiene. Seit ungefähr zehn Tagen verzichte ich mittlerweile auf die Schiene im Alltag und trage sie nur noch nachts beim Schlafen. Auf jeden Fall eine positive Entwicklung und auch die Beweglichkeit im Hand- und Ellenbogengelenk werden quasi von Tag zu Tag besser.

Dennoch bin ich immer noch weit davon entfernt in Euphorie zu verfallen. Mein Radtraining auf der Rolle absolviere ich komplett in Aero-Position, da ich den Lenker nicht festhalten kann. Wenn ich versuche mit dem rechten Arm die Trinkflasche aus dem Rahmen zu ziehen, falle ich vor Schmerzen fast vom Rad. Und als ich mit einem Terraband versucht habe die Zugphase des Schwimmens zu simulieren, dachte ich mein Arm explodiert.

Geduld. Geduld. Geduld, am Arsch!

Nachdem ich mir am Anfang mit Alternativtraining beholfen und mit Bewegungstherapie versucht habe die Tage einigermaßen rumzukriegen, trainiere ich seit zwei Wochen zumindest wieder das Laufen ganz normal. Damit bin ich auch wirklich zufrieden und wenn ich ehrlich bin, dann habe ich in der kleinen Zwangspause – was das Laufen anbelangt – überhaupt nichts verloren.

Diese Woche saß ich zusätzlich fünf Mal auf der Rolle und muss auch damit irgendwie zufrieden sein, dass das schon wieder möglich ist. Aber naja, ich liebe es halt draußen zu fahren. Lange Touren durchs Allgäu und nun ist hier auch noch der Frühling angekommen.

Das alles macht die Indoor-Einheiten doppelt zäh. Heute, zum Beispiel, stand eine harte Session auf dem Programm.

Unter anderem bin ich sechs Mal eine Minute bei über 500 Watt gefahren. In der Power lag aber sicher mehr Frust als Fitness.

In genau einer Woche wollte ich bei der Challenge Roma über die Mitteldistanz starten. Daraus wird natürlich nichts und überhaupt habe ich keine Ahnung, wann der nächste Wettkampf möglich ist. So lange ich nicht draußen fahren, geschweige denn den Lenker festhalten kann, und wieder ins Schwimmtraining einsteigen kann, muss ich wohl tatsächlich geduldig sein. Und genau das ist im Moment meine härteste Übung.

Wo ist das Ziel?

Es fällt mir zunehmend schwer nach vorne zu blicken. Ich weiß ja nicht wohin ich im Moment schauen soll. Es gibt kein absehbares Ziel, keinen Punkt zum ansteuern – vielmehr ist es ein Aushalten und nicht nachgeben. Allerdings, und da bin ich mir sicher, wird es umso besser, wenn der Moment gekommen ist, um endlich wieder anzugreifen.

Ich wünsche euch allzeit gutes Training! Die Saison rückt näher, die ersten Wettkämpfe lassen nicht mehr lange auf sich warten und ich freue mich drauf den ein oder anderen von euch bei irgendeinem Rennen zu treffen. Haut rein und lasst es krachen!

Bis bald, euer Bocki

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1 Kommentare

  1. Hi Niclas,

    möchte dir das Buch Mentaltraining für Läufer von Michele Ufer empfehlen! Das kann dir vielleicht eine Hilfe sein- gerade bei den Zielen!
    Das geht auch für Triathleten😄

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