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Mein erster Triathlon: Rückblick – Wieso nicht mal einen Triathlon machen?

31. Januar 2020



Rückblick: Frühjahr 2013. Es regnet in Strömen. Ich stehe mit meinem Bruder und Kumpel Michi auf dem Parkplatz am Freibad in Hagen. Es ist kalt und in zwei Stunden soll es so weit sein: Mein erster Triathlon. 1 Kilometer schwimmen, 40 Kilometer Rad fahren und 10 Kilometer laufen. Ich bin nervös…

Rückblick vom Rückblick: Es ist das Jahr 2012

Der Plan einen ersten Triathlon machen zu wollen formte sich bei mir im Jahr 2012. Ich war 30 Jahre alt und hatte gerade meinen ersten Marathon hinter mich gebracht. Die bis dahin absolut größte körperliche Herausforderung, der ich mich gestellt hatte. Na gut, ein paar Jahre zuvor hatte ich noch eine ganz andere körperliche Herausforderung gemeistert – ich habe mein starkes Übergewicht um fast 50 Kilogramm reduziert und somit überhaupt die Basis für ein gesundes und sportliches Leben gelegt.

Das lag nun alles hinter mir. Ich durfte mich Marathon-Finisher nennen und Schritt für Schritt formten sich in meinem Kopf die Gedanken an eine neue sportliche Herausforderung. Ich weiß tatsächlich nicht mehr warum und wie ich auf Triathlon gekommen bin. Ich weiß nur, dass es nach  einer großen Herausforderung klang und zu dieser Zeit hat mich das gekickt.

Ist Triathlon etwas für jeden?

Ich denke jeder Mensch ist in der Lage mit ein wenig Training einen Triathlon bewältigen zu können. Ob man allerdings auch Spaß am Triathlon verspürt, dass muss man ganz für sich selber entscheiden. Würde ich mich heute wieder für Triathlon entscheiden? Das kann ich gar nicht so genau sagen… ich will es aber rückblickend nicht missen.

Wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe, dann will es da auch so schnell nicht mehr raus.

Kein Rad und schwimmen kann ich auch nicht: Ich mache dann mal Triathlon!

Eigentlich konnte ich nur laufen. Rückblickend betrachtet bin ich wohl ziemlich naiv an die Sache rangegangen. Ich denke aber genau diese gewisse Naivität war ein Schlüssel zum späteren Erfolg. Ich habe einfach angefangen, mir ein einfaches Rennrad zugelegt und mir ein paar YouTube-Videos mit Tipps zum Schwimmen angeschaut. Ich habe einfach drauf los trainiert und es hat Spaß gemacht. Vor allem da ich das Projekt gemeinsam mit meinem Bruder Fred und Kumpel Michi angegangen bin.

Macht euch also keinen zu großen Kopf und schon gar keinen Druck. Wenn ihr Lust darauf habt einen ersten Triathlon zu machen, dann legt einfach los! Legt die Scheu ab und wagt euch ins Training. Einfach aus Spaß an der Sache. Der Rest wird folgen.

Triathlon ist nicht komplizierter als andere Sportarten: Man muss es einfach machen!

Im Jahr 2015 habe ich hier im Blog meinen bis dahin sportlichen Werdegang, vom ersten Lauf bis zum Ironman Finish, festgehalten. Folgende Worte waren damals mein Anfang:

Es führt mir vor Augen, dass man eine ordentliche Portion Respekt vor allen Sportlern haben sollte, die ihre Ziele engagiert und motiviert verfolgen, auch wenn sie langsamer sind und sie sich nicht immer auf dem eigenen Leistungsniveau befinden. Jeder geht mit einem anderen Hintergrund und anderen Voraussetzungen an den Start. Belohnt wird man irgendwann mit dem Erreichen des nächsten Levels. Zeiten spielen dabei keine Rolle, sondern nur, dass man bereit ist für dieses Ziel auch etwas zu tun und den nötigen Einsatz zu zeigen.

Mittlerweile sind über drei Jahre ins Land gegangen. Bei mir ist viel passiert, sowohl sportlich als auch menschlich. Blicke ich auf diese Zeilen zurück, so unterschreibe ich sie sofort. Auch wenn ich mir selbst eingestehen muss, dass ich diese Worte zwischen damals und heute selber vielleicht etwas aus den Augen verloren hatte.

Ich ziehe meinen Hut und versichere meine Hochachtung gegenüber jedem, der eine neue Herausforderung in Angriff nimmt und ich würde mich sehr freuen, wenn ich es schaffen würde, den ein oder anderen von euch hier digital an die Hand zu nehmen. Macht das ruhig mal mit dem Triathlon, ihr könnt das! Lasst euch vor allem nicht von irgendwelchen „Übersportlern“, die der Meinung sind Triathlon wäre nur was für Modellathleten, etwas anderes einreden oder suggerieren!

Die Artikel rund um den Weg zum ersten Triathlon:

Dieser Artikel ist der Kickoff für einige weitere Artikel zu meinem ersten Triathlon und wie ich die Zeit vor, während und kurz nach dem ersten Triathlon erlebt habe. Ich werde erzählen von den tollen und weniger tollen Momenten und euch – soweit es mir möglich ist – Tipps geben, um euch den ein oder anderen „Fehler“ den ich gemacht habe, eventuell zu ersparen.

Das erwartet euch in den nächsten Tagen und Wochen:

  1. Wieso nicht mal einen Triathlon machen? (Dieser Artikel)
  2. Planung – Die Auswahl des ersten Triathlon Rennens
  3. Equipment – Was brauche ich für meinen ersten Triathlon?
  4. Training – Wie soll’s gehen? Das Training für den ersten Triathlon!

4 Kommentare

  1. Pingback: Mein erster Triathlon: Planung – Die Auswahl des ersten Triathlon Rennens

  2. Tja, ich kann gut schwimmen und es ist auch meine Lienlingssportart, fahre sehr gerne Fahhrad und… joggen tue ich äußerst ungerne und seit langem nicht mehr deswegen. Es liegt daran dass ich einfach schlecht darin bin und sehe überhaupt gar keine Fortschritte. Endorfine werden bei mir beim Joggen auch anscheinend nicht ausgeschüttet da ich danach komplett fertug und unglücklich bin. Mich würde interessieren ob es einen Sinn überhaupt macht an Triathlin zu denken wenn man wie ich das Joggen hasst bzw. Ich vermute ich mache beim Joggen irgendwelche Fehler die mir die Sportart ungemütlich machen oder steht da einfach mein Übergewicht im Wege? Vielen Dank für den tollen Artikel, freue mich schon auf die folgenden Artikel, LG

  3. Pingback: Mein erster Triathlon: Equipment – Was brauche ich für meinen ersten Triathlon?

  4. Pingback: Mein erster Triathlon: Wie soll's gehen? Das Training für den ersten Triathlon!