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Initiative für mehr Menschen im Triathlon | Geht das auch bei uns?

Einmal im Jahr findet die Triathlon Business International Conference, kurz TBI statt. Dort kommen immer jede Menge wichtige Leute der Triathlon-Szene zusammen – vornehmlich aus den USA – und besprechen, stellen vor, verleihen und nominieren was das Zeug hält. Unter anderem haben Ironman-CEO Andrew Messick und der amerikanische Triathlon Verband (USA Triathlon) eine neue Initiative vorgestellt: „Time to Tri“. Ziel ist es innerhalb der nächsten drei Jahre 100.000 neue Menschen für Triathlon zu begeistern. Medien und Veranstalter sind Feuer und Flamme. Würde sowas auch in Deutschland funktionieren?

Niclas Bock Ehrlich währt am längsten

Die Idee ist so simpel wie genial: Ironman-Boss Andrew Messick und USA Triathlon schaffen sich selbst den Nährboden für weiteren Wachstum, steigende Mitglieder- und Teilnehmerzahlen und können somit langfristig ihre Umsätze ankurbeln. Stopp, stopp! Bevor jetzt die Unkenrufe wieder laut werden: Schlecht ist das nicht. Ganz im Gegenteil, denn Profiteur sind nicht nur die großen Player, sondern auch die kleineren, weniger kommerziellen Veranstalter, Sponsoren und Medien. Ich versuch’ das mal genauer zu erklären, dann wird vielleicht auch klar, warum die Initiative „Time to Tri“ so viel Unterstützung in den USA findet. Denn sie ist alles andere als dumm.

Einfach Triathlon

100.000 Menschen für eine so anspruchsvolle Sportart wie Triathlon zu begeistern ist ein ambitioniertes Ziel. Aber es ist nicht unrealistisch. Vor allem dann nicht, wenn man geschickt den Nerv der Zeit trifft und ein Angebot schafft, um Interessierten den Einstieg in den Sport so einfach wie nur möglich zu machen. Und genau das machen die Initiatoren von „Time to Tri“ nun in den USA: Sie leisten Aufklärungsarbeit, bieten Hilfestellung zu wesentlichen Fragen rund um die einzelnen Disziplinen, das Training und das Material. Vollkommen kostenlos. Und zeigen vor allem: Niemand braucht Angst vor Triathlon haben! Als Basis dient die sehr übersichtliche und (für Neulinge und Interessierte) hochinformative Website. Besonders spektakulär und außergewöhnlich klingt das erstmal nicht. Und das muss es auch gar nicht sein.

Denn allein, dass es diese Initiative nun gibt, hat dafür gesorgt, dass Medien und Veranstalter sich zusammengeschlossen haben, um „Time to Tri“ zu befeuern. Laut einer Meldung des Portals „slowtwitch“ hat sich das Triathlete Magazine bereit erklärt, Werbe- und Anzeigenflächen im Wert von 100.000 Dollar zur Verfügung zu stellen. Slowtwitch, als vielleicht wichtigstes Triathlon-Portal der Welt (auf jeden Fall in den USA) kündigt gleichzeitig an, ein ähnliches Promotionpaket zu schnüren, um die Initiative bekannt zu machen.

Gemeinsam stark

Das Schöne an „Time to Tri“: Niemand nimmt einem anderen etwas weg. Ganz im Gegenteil, die Initiative funktioniert nur Hand in Hand. Das hat Andrew Messick von Ironman verstanden und der amerikanische Triathlon-Verband ebenfalls. Natürlich auch in dem Wissen, dass sie langfristig davon profitieren, wenn tatsächlich 100.000 neue Triathleten in ihren Markt schwappen. Das bedeutet: Neue Teilnehmer auf allen Distanzen, neue Leser für Magazine und Websiten-Besucher und neue Kunden für Unternehmen und Marken, die im Triathlon mit Produkten oder Dienstleistungen ihr Geld verdienen.

Im ersten Schritt geht es bei der Initiative um den einfachsten, ersten Schritt hinein in den Sport. Und der soll am besten bei den kleinen, unkommerziellen Triathlon-Veranstaltungen passieren, denn diese bereiten oftmals den Weg von der Anfangsidee „Triathlon probiere ich mal aus“ bis hin zu dem Gefühl, das wir wahrscheinlich alle kennen „Jetzt will ich mehr davon“. Der Dorf-Triathlon um die Ecke, der die Einnahmen vielleicht in Nachwuchsförderung und Trainingsangebote steckt, profitiert also ebenfalls.

Soweit haben das alle verstanden, oder? Ich persönlich finde die Sache wirklich super spannend und clever obendrein. Mich interessiert aber eins: Würde das in Deutschland auch funktionieren? Vielleicht nicht 100.000 Menschen in drei Jahren. Aber vielleicht 50.000? Und was wäre dafür nötig? Welche Partner müssten dafür an Bord sein und zusammenarbeiten? Und würde es hier bei uns in Deutschland überhaupt ein ähnliches Übereinkommen der Interessen zwischen Veranstaltern, Medien und Sponsoren geben?

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