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Rookie-Report – Achtung, Radfahren im Frühling macht verdammt glücklich!

05. April 2021


Lena Rookie Report Radfahren glücklich 2

(Bike-)Love is in the air! An den ersten konsequent sonnigen Tagen konnten bei Triathleten und solchen, die es werden wollen, glatt Frühlingsgefühle aufkommen. So auch bei Triathlon-Einsteigerin Lena. Eine gute Gelegenheit für eine Liebeserklärung an die zweite Disziplin, das Radfahren – und die bevorstehende Zeit der langen Touren!

Herrlich! Mit einem breiten Grinsen pedaliere ich in strahlendem Sonnenschein auf meiner altbekannten Hausrunde. Endlich wieder in kurz-kurz, wie es sich bei Temperaturen jenseits der 15 Grad gehört. Eh klar. Ein intuitives „Alter, wie habe ich das vermisst!“ huscht mir über die Lippen. Und tief in mir macht sich ein Gefühl breit, das dieser Tage alles andere als selbstverständlich ist: Es ist einfach alles gut.

Erste Radausfahrten: Endlich wieder „good vibes“!

Zweifelsohne umgibt die ersten Radausfahrten im Frühling ein besonderer Zauber. Plötzlich fällt auf, was im Winter gefehlt hat. Den erfrischenden Fahrtwind kann schließlich kein Ventilator der Welt imitieren. Auch dieses einmalige Freiheitsgefühl, das sich mit jedem Kilometer mehr einstellt, dürfte in Watopia wohl kaum aufkommen (falls doch: Respekt!). Und dem einen oder anderen fällt deswegen vielleicht auch wieder ein, wofür man sich das Triathlon-Training und alles, was noch so dazu gehört, eigentlich gibt.

Lese-Tipp:

Was auch immer der Antrieb sein mag: In Zeiten von Eventabsagen, Terminverschiebungen sowie der fiesen Ungewissheit, die auch über der Saison 2021 zu wabern scheint, können wir solche „good vibes“ alle dringend gebrauchen. Denn die Nerven und die Motivation werden aktuell enorm gefordert. Und zwar bei uns allen – ganz gleich ob (Dauer-)Rookie oder Triathlon-Urgestein. Die Fragen, die die Situation aufwirft, sind nämlich größtenteils dieselben: Was mache ich, wenn auch dieses Jahr wettkampffrei bleibt? Gab es eigentlich jemals Rookies, die über zwei Jahre auf ihren ersten Triathlon gewartet, ähm, trainiert haben? Und was, wenn ich im nächsten Jahr – aus welchen Gründen auch immer – gar nicht mehr die Möglichkeit habe, meinen Triathlon-Traum wahr zu machen? War dann alles umsonst? All der Schweiß, die Orga und das Geld, das für Equipment & Co. ja schon fällig wurde?

Frühlingsgefühle beim Radfahren? Gibt’s!

Seit dieser Woche weiß ich immerhin wieder, was bei derartigen Motivationstiefs und Sinnfragen hilft: Rauf aufs Rad – und einfach fahren. Anderen scheint’s genauso zu gehen. Achte ich aktuell nur besonders darauf, oder ist es wirklich so, dass alle die ersten Ausfahrten in diesem Jahr mehr genießen als im vergangenen? Jeder (!) Radfahrer, der mir entgegenkommt, grüßt freundlich und mit einem Lächeln. Hörens, wo gibbet denn so wat? Gegen Ende der Saison erinnere ich mich da noch an andere Gepflogenheiten. Da blieb ich mit meinem Rennradler-Gruß allein. Die Stimmung war im Keller, die Saison gelaufen.

Eventuell sehe ich angesichts des aufkeimenden „Bikers High“ aber auch einfach nur aus wie ein verliebter Teenie. Auch das würde das Lächeln der anderen erklären. Gut möglich. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass wir Radfahrer – egal, ob bevorzugt auf dem Rennrad, Gravelbike oder MTB unterwegs – 2021 den Sport als Privileg zu schätzen gelernt haben. Selbstverständlich ist nämlich gar nichts. Schon gar nicht körperliche Fitness und ein schickes Gefährt. #Isso!

Tipp für alle Fälle:

Und wem das jetzt zu viel Gemutmaße ist: Es gibt auch ganz logische Erklärungen für die sprießenden Frühlingsgefühle.

3 Gründe, warum Radfahren glücklich macht – besonders im Frühling

1. Radfahren fördert die Ausschüttung von Endorphinen.

Tschüss, Stresshormone – und hallo, Glückshormone! (Ausdauer-)Sport sorgt für die Ausschüttung von Endorphinen. Damit erklärten Forscher im Rahmen einer Studie übrigens auch den spannenden Zusammenhang zwischen der gesteigerten Zufriedenheit von Berufspendlern, die nicht mit dem Auto, sondern eben mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren: Die Bewegung macht den Unterschied. Untermauert wurde das auch von einer 2019 veröffentlichten Untersuchung, wonach Radsportler um 21,6 Prozent weniger Tage mit psychischen Problemen haben, wie das Magazin „RennRad“ online schreibt. Ich erinnere an der Stelle noch einmal an das Lächeln …

2. Beim Radfahren sorgen wir für die Extraportion Vitamin D.

Wir wissen ja, wie wichtig Vitamin D ist. Um den Haushalt in Balance zu halten und den Körper zur Produktion des Sonnenvitamins anzuregen, sollte täglich mindestens 20 bis 30 Minuten in der Sonne „gebadet“ werden. Und das toppen wir mit einer Radausfahrt jawohl locker – selbst dreimal so langes Sonnetanken ist auf dem Bike ein Leichtes. Nach den sonnenarmen Wintermonaten ist der Gute-Laune-Boost eventuell noch etwas deutlicher zu spüren.

3. Radfahren steigert die Gehirnaktivität.

Kein Witz: Radfahren kann Probleme lösen – zumindest solche, die uns gedanklich umtreiben oder sogar lähmen. In Bewegung ist die Gehirnaktivität nämlich höher, wie unter anderem auf dem Blog der „Zeit“ erklärt wird. Es ist also kein Zufall, dass die besten, aber auch die mutigsten Ideen bei den längsten Radausfahrten aufkommen. Radfahrer profitieren außerdem von einer besseren Konzentrationsfähigkeit sowie einer optimierten räumlichen Wahrnehmung. Eigentlich verrückt, wenn man bedenkt, dass die meisten angeben, durchs Radfahren den Kopf „frei“ zu bekommen, tatsächlich passiert währenddessen darin ja eine ganze Menge.

So viel dazu. Nach dem kurzen Schlenker über die Wissenschaft nun zurück auf meine Hausrunde: Die endet an diesem herrlichen Frühlingstag dort, wo sie begonnen hat, nämlich vor meiner Haustür. Ich nehme den Helm und die Sonnenbrille ab, setze mich auf die von der Sonne gewärmten Treppenstufen im Eingangsbereich und spüre dem Ganzen noch einmal nach. Geil! Und das war erst der Anfang. Die erste von hoffentlich vielen Radausfahrten 2021 und von unzähligen Momenten in der Sonne. Ach, von mir aus auch im Regen. Hauptsache auf dem Bike.

Leute, ich bin mir sicher: Ab jetzt geht’s bergauf – und das ist ausnahmsweise gut so!

In voller Bike-Liebe

Lena

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